TraumaDance

Mit dem Trauma zu tanzen heißt, mit der eigenen Trauma-Biografie in Resonanz zu gehen und sich im Rhythmus der eigenen Zeit aus der Ver-wicklung zu lösen, um sich in das ureigene Ich-Selbst hinein zu ent-wickeln. Das ist ein fortlaufender Prozess der Selbst(er)kenntnis, Selbstbestimmung und Selbsterfüllung.

 

 

Bessel van der Kolk sagt:

Es gibt einen Teil im Gehirn – die Mittellinienstruktur des Gehirns – der von vorne unterhalb der Augen bis nach hinten zum Nacken durchläuft und das sind alles Bereiche, die beim Selbsterleben beteiligt sind. Bei Trauma-Biografien ist da eine Menge Schädigung eingetreten und leider wird in unserer westlichen Kultur dem Selbsterleben / der Selbstbeobachtung keine große Bedeutung beigemessen. Die Hinwendung nach innen, – die Selbstbegegnung und Selbstachtsamkeit -, ist aber letztlich der einzige Weg, wie man sich und seine Reaktionen auf das emotionale Gehirn verändern kann,

d.h. nur wenn wir uns tief in uns selbst begegnen, haben wir als Mensch und als Gesellschaft eine effektive Veränderungschance.

 

Ein Brief: 

Als ich das erste Mal verheiratet war und nach der Geburt meines Sohnes in einer Ehekrise landete, machten wir eine Ehe-Therpaie. Mir hat das nicht weiter geholfen und kaum ein Jahr später ließ ich mich scheiden.

Warum ich euch das erzähle? Weil es zwei Arten von Konflikten in der Ehe gibt:

• Da sind einmal die Konflikte, die daraus entstehen, dass Ehe-Partner an einem Kommunikationsdefizit leiden. Sie haben nicht gelernt, wie sie sich dem Partner mit ihren Bedürfnissen mitteilen.

• Da sind aber zum anderen auch Konflikte, die daraus entstehen, dass sich in dem Ehe-Paar zwei Trauma-Biografien begegnen.

Von außen betrachtet, sehen beide Konflikt-Muster gleich aus. Von innen her gibt es aber einen massiven Unterschied: Beim Kommunikationsdefizit hat man immer noch die freie Wahl, auch anders zu reagieren. Bei der Trauma-Biografie geht das nicht mehr. Denn wenn zwei Trauma-Anteile aufeinanderprallen, dann laufen über das "Reptilienhirn" die Überlebens-Ich-Automatismen ab, die mit der Ratio nicht gesteuert werden können.

In meinem Fall habe ich damals nicht erkennen können, dass eine Trauma-Biografie die treibende Feder meiner Ehekrise war. Und ich behaupte, wäre das geschehen, hätte ich meine Überlebens-Ich-Strategien gekannt, meine Ehe hätte eine Chance gehabt. So hatte sie das aber leider nicht. 

Ich möchte euch deshalb hier zu etwas anderem einladen, - zu etwas, bei dem wir diese sogenannten Stress-Imprintings aus eurer Kindheit bearbeiten, wie sie vielleicht Teil einer Trauma-Biografie sind. 

Was ich damit sagen will:

Wenn ihr die Stress-Imprintings aus eurer Kindheit mit Augenbewegungen (wingwave) in die Verarbeitung schickt, sprich heilt, dann braucht es vielleicht gar keine Paar-Therapie mehr. Ja, es kann wirklich so einfach sen. Vorausgesetzt man findet den Hot Spot, also den heißen Knoten, an dem sich immer wieder alles entflammt und neu entzündet. So betrachtet ist jeder Ehe- oder Paar-Konflikt ein goldener Segen, weil sich darin die heißen Knoten hochkochen und aufpoppen. Ich wünschte, ich hätte damals diese Chance gehabt. 

Vielleicht darum an euch alle die Einladung, es besser zu machen als ich es machen konnte. Wir alle sind die Kinder einer traumatisierten Kriegsgeneration und unsere Eltern hatten nicht die Möglichkeiten und nicht das Wissen, ihre Trauma-Geschichten aufzulösen, und sie hatten auch nicht die Zeit dazu, denn sie mussten überleben. Unsere Generation hat aber die Zeit und sie hat auch die Möglichkeiten und das Wissen und jeder, der davon nicht Gebrauch macht, macht sich an seinen Kindern schuldig, denn die Trauma-Lasten gehen von einer Generation an die nächste weiter. Man könnte es auch so umschreiben: Der Rosen-Krieg, den unsere Eltern nicht befriedet haben, führen wir in unseren eigenen Geschwister- und Ehe-Beziehungen fort.

 

TraumaDance mit Ema & Derya:
950.- Euro pP / 1 Woche Kojencharter inkl. wingwave-Coaching und hypnosystemischen Aufstellungen, exkl. Anreise und Bordkasse, mindestens 10 und maximal 12 Personen, 2 Katamarane

Beim TraumaDance gibt es auch jede Menge PsychoEdukation: Was ist ein Trauma? Was sind Traumastrudel? Was ist eine Traumabiografie? Was sind die Traumasymptome? Was ist Traumaheilung? …

Anmerkung:
TraumaDance ist keine Traumatherapie und ersetzt diese auch nicht. TraumaDance ist Ressourcenfindung und Re-Stabilisierung durch eine Rückanbindung an das ursprünglich natürlich gesunde Ich-Selbst, – jener Ort, der heilende, kreativitäts- und leistungssteigernde Qualitäten hat.

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